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Fünf Generationen Kania: vom Kirschgarten zum Landschaftsbau

Preise kann jeder unterbieten. Was sich nicht nachbauen lässt, ist die Erfahrung von fünf Generationen im Grünen — angefangen beim Ururgroßvater, der im 19. Jahrhundert Kirschen anbaute, bis zum heutigen Betrieb in Potsdam.

Anrufen: 01575 275 36 25 Was wir gebaut haben

Von Hand gesetzter Segmentbogen aus Granit-Kleinpflaster, Pflasterhammer und Kelle liegen darauf
Ein Segmentbogen im Kleinpflaster, Stein für Stein von Hand gesetzt. Das lernt man nicht aus einem Buch, sondern von jemandem, der daneben steht und sagt, wann der Stein falsch liegt.

Die Linie

Was hier steht, hat German Kania selbst aufgeschrieben. Für die frühen Generationen gibt es Jahrhunderte statt Jahreszahlen — und dabei bleibt es auch, statt dass wir Jahreszahlen erfinden, die gut aussehen.

  1. Martin Kania Ururgroßvater · im 19. Jahrhundert Obstbau, vor allem Kirschen.
  2. Hubert Kania Urgroßvater · im 19. und 20. Jahrhundert Führt die Arbeit im Grünen weiter.
  3. Hans Kania Großvater · im 20. Jahrhundert Vorsitzender der GPG „Neuer Obstbau“ in Neufahrland; Partner beim Aufbau der Werderschen Obsthecke 1958.
  4. Joachim Kania Vater · seit 1970 Im Garten- und Landschaftsbau; macht 1990 nach der Wende den eigenen Betrieb auf.
  5. German Kania Inhaber · seit 2011 Eigener Betrieb. Die ersten Pflasterarbeiten hat er mit elf Jahren gemacht.
Hubert Kania, Urgroßvater von German Kania, altes Porträtfoto
Hubert Kania, Urgroßvater — zweite Generation. Wann und wo die Aufnahme entstand, ist nicht überliefert.
Hans Kania mit Brille, Großvater von German Kania, altes Porträtfoto
Hans Kania, Großvater — dritte Generation. Aus dem Familienalbum, ohne Datum.

Die beiden Bilder liegen in der Familie, nicht in einem Bildarchiv. Deshalb steht unter ihnen kein Jahr: Wir wissen, wer darauf zu sehen ist, und sonst nichts. Von Martin Kania, der ersten Generation, gibt es keine Aufnahme.

Es gibt eine Straße, die nach ihm heißt

In Potsdam-Neu Fahrland gibt es den Martinsweg. Der Ortsbeirat Neu Fahrland schreibt in seinem Verzeichnis der Straßen und Wege dazu einen einzigen Satz: „Martin lautete der Vorname des ersten hier ansässigen Mitgliedes der Familie Kania." Gemeint ist Martin Kania, der Ururgroßvater — die erste Generation dieser Liste.

Die Baumschule der Familie steht heute am Martinsweg 3. Der Weg daneben heißt Im Apfelgarten, und der Ortsbeirat begründet auch das: Dort standen bis 2004 alte Apfelbäume und anderes Obst. Wer wissen will, warum ein Landschaftsbaubetrieb aus dem Obstbau kommt, findet die Antwort in den Straßennamen des Ortes.

Quelle: Ortsbeirat Neu Fahrland, Straßen und Wege — abgerufen am 09.09.2026.

Die Leiter, die verschwand

Zu Hans Kania, dem Großvater, gibt es keine Familienerzählung, sondern eine Veröffentlichung. Prof. Dr. sc. Ernst Greulich hat 2008 die gärtnerische Produktion im havelländischen Obstanbaugebiet zwischen 1949 und 1989 dokumentiert. Hans Kania kommt darin an vier Stellen vor.

Er war Vorsitzender der GPG „Neuer Obstbau" in Neufahrland und wurde mehrfach wiedergewählt. 1958 entstand in Neufahrland am Weinberg auf fünf Hektar eine Versuchsanlage, die Greulich „die legendäre Werdersche Obsthecke" nennt. Über die Zusammenarbeit schreibt er: „H.-J. Koch von der Fachschule für Gartenbau ‚P.-J. Lenné' Werder hatte mit H. Kania und seinen Mitgliedern der GPG ‚Neuer Obstbau' Neufahrland Partner gefunden, die den neuen Erkenntnissen für ein modernes Anbausystem sehr aufgeschlossen gegenüber standen."

Was dieses System konnte, listet Greulich nüchtern auf. Ein Punkt steht dabei für alles andere: „bei der Ernte und beim Schnitt war die Leiter nicht mehr erforderlich". Dazu kamen mehr Bäume je Hektar, ein bodennahes Kronenvolumen, eine kürzere ertraglose Zeit und Pflückleistungen von 800 bis 1.200 Kilogramm je Arbeitskraft und Tag. Sein Urteil: „Mit diesen Erkenntnissen bekam die Apfelproduktion für alle Betriebe des Territoriums wichtige neue Impulse."

Zu einer Aufnahme von 1963, die Hans Kania in der Obsthecke zeigt, notiert Greulich seine Anweisung an einen Praktikanten: „viel Binden, wenig Schneiden". Vier Wörter, in denen ein ganzes Berufsverständnis steckt — die Pflanze lenken statt sie zurückzuschneiden. Fünf Jahre später standen Studentinnen derselben Fachschule zur Blütenbonitur in derselben Anlage.

Quelle: Ernst Greulich, Rückblick und Dokumentation zur gärtnerischen Produktion und Reproduktion im havelländischen Obstanbaugebiet 1949–1989, 2008 — OPUS, urn:nbn:de:kobv:186-opus-45562, abgerufen am 09.09.2026.

„Beim Kirschenpflücken wird gepfiffen"

Diese Geschichte erzählt German über seinen Urgroßvater Hubert, und sie ist keine Firmengeschichte, sondern eine Familiengeschichte: Hubert schickte seine Leute mit einem Satz in die Kirschbäume — pfeifen, immer schön pfeifen.

Der Grund ist keine gute Laune. Wer pfeift, hat den Mund frei. Wer nicht pfeift, isst gerade. Ob je einer deshalb Ärger bekommen hat, ist nicht überliefert. Der Satz aber schon — und er beschreibt eine Art zu führen, die es im Betrieb bis heute gibt: hinsehen, ohne danebenzustehen.

Wo das Handwerk anfängt und wo der Betrieb

Beides wird gern durcheinandergebracht, deshalb hier getrennt. Der heutige Betrieb gehört German Kania und besteht seit 2011. Der Betrieb des Vaters entstand 1990, kurz nach der Wende. Im Garten- und Landschaftsbau arbeitet die Familie seit 1970 — also zwei Jahrzehnte länger, als es eine Firma gibt.

Und davor war es kein Landschaftsbau, sondern Obstbau. Martin Kania zog Kirschen. Das ist ein anderes Gewerk, aber dieselbe Sache: Man setzt etwas, das erst Jahre später zeigt, ob es richtig gesetzt war.

Spalierbäume und Formgehölze im Container auf einem Baumschulquartier
Aus derselben Wurzel kommt der eigene Pflanzenhandel: Wer aus einer Obstbaufamilie stammt, kauft Pflanzen anders ein.

Mit elf Jahren die erste Fläche

German Kania hat seine ersten Pflasterarbeiten mit elf Jahren gemacht — nicht als Anekdote fürs Firmenprofil, sondern weil das im Betrieb der Eltern so lief. Wer in dem Alter anfängt, kennt die Fehler, bevor er die Regeln kennt.

Das ist der Grund, warum wir bei manchen Wünschen abraten. Wenn jemand eine Terrasse ohne ordentlichen Unterbau will, weil es woanders billiger geht, dann haben wir schon gesehen, wie so eine Fläche nach fünf Jahren aussieht. Wir sagen es dann und verlieren gelegentlich den Auftrag.

Studium der Landschaftsarchitektur — und dann zurück auf die Baustelle

Von 2011 bis 2014 hat German Kania Landschaftsarchitektur studiert: Entwurf, Vegetationstechnik, Bauabwicklung, Pflanzenkunde. Der Betrieb lief die ganze Zeit weiter — und am Ende hat die Baustelle gewonnen.

Warum das hier steht: Es ist der Grund, warum bei uns der Entwurf im Haus entsteht und nicht eingekauft wird. Ein Pflanzplan mit Sorte, Abstand, Endgröße und Qualität, ein Schichtaufbau, der zum Boden passt, ein Höhenplan, der aufgeht — das ist gelernt, nicht geraten.

Und was es ausdrücklich nicht bedeutet: Die Berufsbezeichnung „Landschaftsarchitekt" ist gesetzlich geschützt und setzt die Eintragung in die Architektenliste der Kammer voraus. Wir führen sie nicht und tun auch nicht so. Was wir stattdessen sind und was wir planen dürfen, steht ausführlich bei Planung und Umsetzung.

Was Sie davon haben

Häufige Fragen

Seit wann gibt es KANIA Garten- und Landschaftsbau?

Den heutigen Betrieb führt German Kania seit 2011. Sein Vater Joachim hat 1990 nach der Wende einen eigenen Betrieb aufgemacht und arbeitet seit 1970 im Garten- und Landschaftsbau. Beides ist nicht dasselbe: Das Gründungsjahr steht für die Firma, die Jahreszahl 1970 für das Handwerk in der Familie.

Wie weit reicht die Familiengeschichte zurück?

Bis ins 19. Jahrhundert. Der Ururgroßvater Martin Kania hat Obstbau betrieben, vor allem Kirschen. Über den Urgroßvater Hubert und den Großvater Hans führt die Linie zum Vater Joachim, der 1970 in den Garten- und Landschaftsbau ging. Der Beruf hat sich in fünf Generationen verändert, die Arbeit im Grünen nicht.

Was hat das mit meinem Garten zu tun?

Konkret: Wer im Betrieb aufgewachsen ist, hat gesehen, was nach zwanzig Jahren noch steht und was nicht. Diese Erfahrung steckt in den Entscheidungen, die man beim Aufmaß trifft — Aufbaustärke, Entwässerung, Pflanzenwahl. Sie steht in keinem Angebot, aber sie ist der Grund, warum wir bei manchen Wünschen abraten.

Sind die alten Fotos auf dieser Seite echt?

Ja. Die beiden Porträts zeigen Hubert Kania, den Urgroßvater, und Hans Kania, den Großvater — der mit der Brille. Sie kommen aus dem Familienalbum. Deshalb steht auch kein Jahr darunter: Das Datum ist nicht überliefert, und wir erfinden keins. Auf dieser Website stehen ausschließlich eigene Bilder — keine gekauften, keine fremden, auch nicht als Stimmungsbild. Ein passend aussehendes Archivfoto wäre schnell gefunden. Es hätte nur mit dieser Familie nichts zu tun.

Lernen Sie uns kennen

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Ganghoferstr. 5, 14476 Potsdam
Inhaber German Kania
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